Die Frage nach dem richtigen Vertrag ist objektiv betracht in erster Linie eine wirtschaftliche Frage. Das liegt daran, dass man zunächst einmal vor der Frage steht, ob man ein bereits vorhandenes Handy weiter nutzen möchte oder aber ein neues Handy erwerben möchte. Selbst im Fall, dass man ein neues Handy erwerben möchte, kann man eine ganze Menge Geld sparen.
Die Nutzung eines bereits vorhandenen Handys ist dabei sicherlich die wirtschaftlich attraktivste Möglichkeit billig mobil zu telefonieren.
Wenn kein Handy zur Verfügung steht, kann man zwischen Möglichkeiten wählen:
| Vertrag mit Handy | Handy selbst kaufen | |
| Vorteil | Man erhält normalerweise ein topaktuelles
Handymodell zu einem vergleichsweise günstigen
Preis. Die Anbieter bieten in der Regel eine recht ordentliche Hotline sowie ausführliche Beratung. |
Man kann selbst entscheiden, ob man ein
topaktuelles Handy oder aber ein wesentlich
günstigeres Handy der letzten oder vorletzten
Generation kauft. Es besteht die Möglichkeit Discount-Angebote von so genannten No Frills-Anbietern zu nutzen. Dadurch sind sowohl die Grundgebühr als auch die Minutenpreise sehr günstig, da diese Anbieter keinerlei Subventionen amortisieren müssen. |
| Nachteil | Nur in Verbindung mit einem Vertrag, der wiederum sowohl eine vergleichsweise hohe finanzielle Grundbelastung pro Monat als auch überdurchschnittliche Minutenpreise mit sich bringt, da der Subventionsanteil des Handys während der Laufzeit beim Anbieter wieder amortisiert werden muss. | Man muss bei Anschaffung des Handys
inanziell in Vorleistung treten. Oftmals bieten insbesondere Discount- Anbieter nur Internetbasierende Hotlines. |
Neue, topaktuelle Handys der aktuellen Generation unterscheiden sich von Handys der letzten und vorletzten Mobilfunkgeneration nur hinsichtlich einiger technologischer Features und hinsichtlich des Designs. Telefonieren, SMS schreiben und empfangen und gegebenenfalls auch MMS-Fähigkeit in Verbindung mit einer integrierten Kamera bieten faktische alle Geräte. Gerade bei integrierten Kameras sollte man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um ein Feature mit vergleichsweise wenig Nutzen handelt. Aufgrund der kompakten Bauweise von Handys besteht kaum die Möglichkeit, eine Optik oder einen modernen Bildsensor einzubauen. Dadurch ist die Bildqualität einer Handykamera allenfalls auf dem Niveau der ersten Digitalkameras aus dem Jahr 2000.
Daneben fehlen Geräten einer vorherigen Handygeneration oftmals verschiedene technologische Leistungsmerkmale. Hierzu zählen hauptsächlich spezielle Übertragungsmodi wie EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution), einer Technik zur Beschleunigung von Datenverkehr im GSM-Netz, den leitungsvermittelnden Datendienst HSCSD (High Speed Circuit Switched UMTS (Universal Mobile Data) oder dem speziell für Multimediaanwendungen entwickelten Mobilfunkstandard Telecommunications System). Die beschriebenen Technologien sind ausnahmslos nur dann von Interesse, wenn man neben dem Telefonieren auch große Datenmengen in Verbindung mit dem PC über das Handy verschicken möchte.
Die Notwendigkeit von Gimmicks wie einem MP3-Player im Handy muss jeder für sich selbst beurteilen.
Schluß und letztendlich spielt die Frage, in welchem Bereich der Welt das Handy benutzt werden soll, eine wichtige Rolle. So genannte Dualband-Handys stellen die Masse der am Markt verfügbaren Geräte dar. Mit ihnen kann man das Frequenzband bei 900 MHz und 1.800 MHz nutzen. Alle bundesdeutschen Betreiber von Mobilfunknetzen nutzen ausschließlich diese beiden Frequenzen. Mit einem Dualband-Handy kann man in Europa sowie großen Teilen von Afrika und Asien (außer Japan) mobil telefonieren. Ein Handy mit Triband ist wirklich nur dann erforderlich, wenn man das Handy auch in den USA nutzen möchte. Das Triband bietet neben den beiden Frequenzen des Dualbands zusätzlich ein Frequenzband im Bereich von 1.900 MHz. Für die Nutzung eines Handys in Japan ist ein Handy mit Quadband-Unterstützung erforderlich. Da das Quadband sowohl die in Europa verwendeten Frequenzbänder 900 MHz und 1.800 MHz, das 1.900 MHz-Frequenzband für die USA als auch das in Japan genutzte Frequenzband bei 950 MHz umfasst, kann man mit einem Quadband-Handy faktisch weltweit telefonieren. Die Sinnhaftigkeit der Mehrkosten bei Anschaffung eines entsprechenden Handys muss jeder selbst beurteilen. Für den Otto-Normalverbraucher in Europa ist ein Dualband-Gerät in jedem Fall vollkommen ausreichend.
Insbesondere der Wahl des Mobilfunkproviders kommt im Zusammenhang mit der Maßgabe, möglichst billig mobil zu telefonieren, eine zentrale Bedeutung zu. In den vergangenen Jahren sind aufgrund der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes eine Reihe von so genannten Resellern aufgetaucht. Bei Resellern, die manchmal auch als Mobile Virtual Network Operators (MVNO) bezeichnet werden, handelt es sich um Unternehmen, die selbst kein Mobilfunknetz betreiben, aber zu Großhandelspreisen Minutenkontingente bei den klassischen Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 einkaufen. In Verbindung mit dem Verzicht auf opulente Vertriebsnetze sowie der Ausgabe von subventionierten Handys kann man dem Endverbraucher deutlich günstigere Minutenpreise anbieten. Die bekanntesten Reseller in Deutschland sind Blau.de EasyMobile.de, Klarmobil.de und Simyo.
Die Preisunterschiede zwischen den klassischen Mobilfunkbetreibern und den Resellern sind dabei erheblich. Insbesondere der Wenigtelefonierer findet bei einem Reseller aufgrund fehlender Grundgebühr und/oder Mindestumsatz oftmals eine preislich hoch attraktive Alternative zum klassischen Vertragshandy. In Verbindung mit dem Erwerb eines neuen Handys der vorletzten Generation und einer SIM-Karte von einem Reseller wie EasyMobile.de lassen sich pro Jahr leicht mehr als 100 EUR sparen. Ein wenig Mühe beim Vergleich der Angebote und einer eigenen Bedarfsanalyse zahlen sich für den Wenigtelefonierer also in jedem Fall aus.